Fasten

Die wohltuende Zeit

Das wisst ihr alle: Fasten sollte nicht als radikale Diät verstanden werden, sondern als eine Zeit des Entsagens – eine Zeit, um vielleicht mal wieder den Neustart-Knopf zu drücken und das Bewusstsein für das alltägliche Schöne zu stärken. Gut finden wir die Definition des Fastens als „freiwilligen Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für eine begrenzte Zeit“. Über sogenannte Entlastungstage, an denen nur leichte Kost auf dem Speiseplan steht, tastet ihr euch an den selbstgewünschten Verzicht heran.

Gesunde Menschen können eine Fastenwoche so machen: einen Entlastungstag, fünf Fastentage, zwei Aufbautage – aber natürlich kann hier jeder die Länge seiner Fastenzeit bestimmen. Wichtig ist, dass es – vielleicht nach anfänglichen Verzichtgedanken – richtig Spaß machen darf.

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Was gibt es denn so für Fasten-Methoden?

Es gibt recht viele verschiedene Möglichkeiten des Fastens. Wir möchten nur einige nennen. Eine der bekanntesten ist das Heilfasten nach Otto Buchinger, einem deutschen Arzt. Zu essen gibt es nichts, dafür wird umso mehr getrunken: Mindestens 2,5 Liter kalorienfreie Flüssigkeit (Wasser und Kräutertee) am Tag, dazu kommen manchmal Gemüsebrühe oder verdünnte Obst- oder Gemüsesäfte.

Dann gibt es noch das Basenfasten. Auch eine wirklich gesunde Form des Entsagens. Hier wird darauf geachtet, keine säurebildenden Lebensmittel wie Kaffee, Alkohol, tierische Produkte, Zucker und vieles mehr zu sich zu nehmen. Wertvoll beim Basenfasten und auch beim Rohkostfasten ist, dass ihr eure Speisen mit hochwertigen pflanzlichen Ölen aufwertet, um euren Körper mit wichtigen Fettsäuren zu versorgen. Beim Rohkostfasten sind die ausgewählten Lebensmittel denen des Basenfastens sehr ähnlich, sie dürfen jedoch nur bis 42 Grad erwärmt werden.

Relativ neu, aber sehr beliebt ist das Intervallfasten – wie 16:8. Hier nehmt ihr 16 Stunden keine Nahrung zu euch und in den verbleibenden acht Stunden wird gegessen. Diese Form des Fastens lässt sich vermutlich auch längerfristig in euren Alltag integrieren.

Natürlich gibt es neben all diesen Möglichkeiten auch das Ziel, einfach einmal für ein paar Wochen den Fernseher nicht anzuschalten oder den Zucker- bzw. Alkoholkonsum auf null zu bringen.

Egal welche Form des Fastens ihr wählt, geht mit Freude daran und seid euch immer bewusst, dass es eure selbstgewählte Auszeit ist. Genießt sie!

Rotkohlsalat mit Walnüssen und Honig-Senfdressing

Tipps zur Fastenzeit

Natürlich könnt ihr euch rund ums Fasten – egal, welche Form ihr wählt – viel Gutes tun. Hier nur ein paar Tipps, wie ihr euch diese Zeit zusätzlich „versüßen“ könnt:

  • Versucht wieder mehr Zeit in der Natur zu verbringen – Spaziergänge machen den Kopf frei
  • Lasst bewusst euren Atem fließen und versorgt euch somit gut mit Energie
  • Gönnt euch ein Basenbad – so Badewanne zur Hand 😉
  • Nehmt euch das Buch, das ihr schon immer mal lesen wolltet
  • Kauft euch leckere Kräutertees und genießt sie
  • Vielleicht gibt es ein Hobby, das in der letzten Zeit vernachlässigt wurde – auf geht’s!

Freut euch auf all das, was ihr nach der Fastenzeit auch wieder – vielleicht etwas maßvoller – genießen könnt.

Sinne schärfen – Bewusstsein schaffen

An der Fastenzeit muss schon etwas dran sein, denn Millionen Menschen in Deutschland fasten regelmäßig – die meisten von ihnen sind fastende Frauen. Und dieses meist ein- bis zweimal im Jahr. Anhänger der Heilfastenkur sprechen gerne von großer Zufriedenheit, von gefühlter Leichtigkeit und neuer Energie in der Zeit und auch nach dem Fasten.

Grund dafür ist, dass nach geraumer Zeit unser Glückshormon Serotonin ausgeschüttet wird und vermehrt für unsere innere Harmonie sorgt. Unser Kopf und auch unser Darm kommen immer mehr zur Ruhe und wir haben spürbar mehr Energie. Ihr werdet sehen, dass der Geschmack oder Duft von Essen viel intensiver in dieser Zeit und auch nach dem „Fastenbrechen“ wahrgenommen wird. Durch den Nahrungsverzicht bzw. die gezielte Auswahl der Lebensmittel sind alle eure Sinne geschärft. Wie wäre es, jetzt mal ein gutes Bio-Öl zu verkosten, um all seine schönen Facetten besser wahrzunehmen.

Wie ihr das sogar höchst professionell machen könnt, findet ihr hier.

Ölziehen – die wohltuende Reinigung am Morgen, nicht nur in der Fastenzeit

Das Ölziehen hat in der Naturheilkunde bereits eine lange Tradition. Es ist eine ayurvedische Methode der Reinigung, Entgiftung und Stärkung des gesamten menschlichen Organismus sowie der Pflege der natürlichen Mundflora. Für das morgendliche Ölziehen kann man prima Kokosöl, Sesamöl oder natives Sonnenblumenöl nehmen.

Mit Hilfe des Ölziehens lässt sich die Wirkung der Entgiftung während einer Heilfasten-Kur hervorragend zusätzlich unterstützen und das auf äußerst einfache und kostengünstige Weise.

Und so wird’s gemacht: Am besten stellt ihr euch euer gewähltes Öl direkt ins Badezimmer – dann werdet ihr morgens gleich daran erinnert. Nehmt jeden Morgen nüchtern (auch vor dem ersten Glas Wasser) einen Teelöffel Öl in den Mund. Das Kokosöl wird auch ganz schnell im Mund flüssig aufgrund eurer Körperwärme. Und dann zieht ihr es nach Herzenslust durch die Zähne, kaut darauf rum und wirbelt es im Mund hin und her. Toll wären mindestens 5-10 Minuten. Spuckt es dann bitte nicht in den Ausguss, sondern in ein Stückchen Haushaltspapier und entsorgt es im Hausmüll.

Danach könnt ihr euren Mund mit Wasser ausspülen und eure Zähne putzen. Genießt das herrliche Gefühl von glatten Zähnen und startet gut in euren Fastentag.

Salted Caramel Smoothie mit Banane

Basischer Vitaldrink

Für viele Menschen, die noch nicht gefastet haben, bedeutet diese Vorstellung oft nur Verzicht und ständiger Hunger. Aber das ist wirklich bei keiner Fastenform der Fall. Beim Basenfasten bereichern wunderbare Gerichte unseren Tag und auch leckere, sattmachende Getränke, wie unser basischer Vitaldrink.

Die Kartoffel

Reis, Nudeln und Brot zählen zu den säurebildenden Lebensmitteln und stehen somit in der Zeit des Basenfastens nicht auf unserem Fastenplan. Aber – wie schön – Kartoffeln sind basische Lebensmittel und können somit nach Herzenslust genossen werden. Warum nicht mal mit einem leckeren, exotischen Dip?!

Belinda - die Kartoffel

Muhammara-Dip

Unser Rezepttipp heißt „Muhammara“ und ist eine aromatisch-süßliche Paste aus Syrien. Mit kräftigem Geschmack von Paprika, einer nussigen Nuance durch leckere Walnüsse und wunderbaren, kurz angebratenen Salbeiblättern. Dazu jede Menge gutes Olivenöl und aromatisches Schwarzkümmelöl. Etwas Schärfe bringt die Würzpaste „Harissa“ noch mit rein. Das klingt doch nach einem absoluten Gaumenschmaus. Oder?

MUHAMMARA-DIP MIT KARTOFFELN
würzige Gemüsekugeln mit Rote Bete

Rote Beete Kugeln mit Schwarzkümmelöl

In der Zeit des Entsagens wählt ihr eure Lebensmittel bewusst aus und esst mit viel Genuss. Darum sind, wie zum Beispiel beim Basenfasten, auch kleine Snacks erlaubt. Wir haben für euch einen herzhaften Snack mit der regionalen Power-Rübe und unserem Schwarzkümmelöl vorbereitet: Würzige Rote Bete Kugeln. 
Die energiebringenden Kügelchen sind pikant und fruchtig zugleich – probiert sie doch mal aus!

Grüner Smoothie mit Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl hat ein wirklich intensives Aroma und ist somit geschmacklich ein sehr spannendes Öl. Sein Reichtum an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und wunderbaren ätherischen Ölen macht es so wertvoll. Im Orient wird Schwarzkümmel seit über 2.000 Jahren als Gewürz und natürliches Heilmittel eingesetzt, deshalb wird es auch als „Das Gold der Pharaonen“ bezeichnet.

Warum dieses wunderbare Öl nicht mal in einen grünen Smoothie geben und somit den tollen Geschmack und die gesundheitlichen Aspekte nutzen!?

Foodbloggering Petra Döringer mit Ihrem Blog healthyfoodstyle hat für uns diesen leckeren Smoothie kreiert.

Und so geht’s: 

1 Orange
1 Apfel
1 kleines Stück frischen Ingwer
5 Stängel glatte Petersilie
1 Handvoll Spinat
½ Banane
1 TL FRANZ & CO Schwarzkümmelöl
Ca. 200ml Wasser

Petersilie und Spinat säubern und grob zerkleinern. Den Apfel halbieren, vom Kerngehäuse befreien und in Würfel schneiden. Die Orange schälen und ebenfalls in Würfel schneiden. Nun alle Zutaten in den Mixer geben und fein pürieren, bis ein cremig-schaumiger Smoothie entstanden ist.

Viel Spaß beim Mixen und dann einfach zurücklehnen und genießen!

Saaten-Cracker mit Olivenöl & Chili

Saaten-Cracker mit Olivenöl & Chili

In der Basenfasten-Zeit müsst ihr nicht auf leckere Knabbersachen verzichten. Gerade wenn zwischendurch mal Lust aufkommt, eine Kleinigkeit zu naschen, sind unsere Saaten-Cracker genau das Richtige.

Eure Zutaten dafür sind:

– 60 g zu Sonnenblumenkerne
– je 2 EL Leinsamen, Sesam, Hanfsamen, (weitere) Sonnenblumenkerne
–  1 TL Salz
– 1 EL FRANZ & CO. Olivenöl mit Chili
– ca. 160 ml kaltes Wasser

Heizt bitte den Backofen auf 160°C Umluft vor.

Mahlt die Leinsamen und die 60 g Sonnenblumenkerne in einem Mixer fein.

Vermischt die restlichen Sonnenblumenkerne, Sesam und Hanfsamen in einer mittleren Schüssel miteinander. Nehmt ungefähr 3 EL der Saaten ab, um den Teig später damit zu bestreuen. Gebt zu den Saaten in die Schüssel die gemahlenen Kerne, Salz, Olivenöl & Chili sowie nach und nach kaltes Wasser und verrührt alles mit einem großen Löffel. Nicht wundern, am Ende wird der Teig recht flüssig.

Belegt das Backblech mit Backpapier und verteilt den Teig darauf. Bestreut dann den Teig mit den restlichen Saaten, schiebt das Backblech in den Backofen und backt den Teig bei 160°C Umluft für 10 Minuten. Nun könnt ihr den gebackenen Teig in die gewünschten Formen und Größen schneiden. Diese werden dann noch einmal 20 Minuten gebacken bis sie fertig sind.

Lasst es euch die leckeren Cracker am besten mit selbst gemachten Hummes schmecken!

Weitere Rezeptideen für euer Basenfasten